Stress führt zu bestimmten körperlichen Reaktionen, die auf Dauer den gesamten Organismus negativ beeinflussen. „Ich bin derzeit so gestresst!“ Diesen Satz hat sicherlich schon jeder einmal in seinem Leben ausgesprochen. Ob auf Arbeit oder in der Familie, Faktoren die Stress bedingen gibt es zur Genüge. Was man genau als Stress empfindet, hängt von der persönlichen Bewertung des Ereignisses ab.

Burnout Syndrom wird durch Stress im Alltag hervorgerufen, ©iStockphoto.com/blueclue
Stress sollte man in keinem Fall unterschätzen, zwar handelt es sich dabei um eine natürliche Reaktion des Körpers, jedoch ist Stress auf Dauer gesundheitsschädigend. Denn dabei wird zum Beispiel Adrenalin ausgeschüttet, wodurch der Blutdruck in die Höhe steigt. Auf längere Sicht kann das zu Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu einem Herzinfarkt führen, vor allem wenn noch weitere negative Faktoren dazu kommen.
Ursprung des Begriffs Stress
Ursprünglich bezeichnete der Begriff Stress, Reaktionen von biologischen Systemen in Belastungssituationen. Stress galt dabei als neutraler Bergriff, der beschreiben sollte was bei Mensch und Tier im Körper passiert, wenn sie belastet werden. In die Psychologie führte diese Bezeichnung der österreichisch-kanadische Forscher Hans Selye ein. Die negative Komponente von Stress betitelte er ursprünglich mit Disstress und positiven Stress mit Eustress. Heutzutage gilt die Bezeichnung Stress für allgemeine Belastung, konstante Überbelastung fällt unter den Begriff Burnout Syndrom.
Was bei Stress im Körper passiert
Wer gestresst ist, kommt schnell ins Schwitzen. Oftmals kommen Kopfschmerzen oder Verspannungen dazu. Vielen Menschen schlägt Stress auch auf den Magen und sie bekommen Krämpfe oder sind insgesamt sehr gereizt. Das sind nur einige Reaktionen des Körpers auf Stress. Der Grund dafür, ist der biologische Sinn einer Stressreaktion. Denn Stress bereitet unsere Vorfahren auf Flucht und Kampf vor, wenn eine gefährliche Reaktion drohte. Der Körper schüttet Adrenalin aus und der Muskeltonus wird erhöht, damit die Handlungsbereitschaft gesteigert wird. Deswegen empfinden viele Menschen leichten, anregenden Stress als leistungssteigernd, da ihre Aufmerksamkeit und Entscheidungsbereitschaft erhöht ist. Auf Dauer sind die mit Stress verbundenen Emotionen jedoch bedenklich, ein Burnout Syndrom kann entstehen. Andere Bedürfnisse stellt der Körper in Stressreaktionen zurück, damit man sich ganz auf die Flucht konzentrieren kann. Darum nehmen viele Menschen bei Stress ab, da der Körper das Gefühl für Hunger als unwichtig einstuft und man nicht merkt, dass man etwas essen müsste. Das Negative an Stress ist, dass er im Alltag durch viele Faktoren wie z.B. Reizüberflutung ausgelöst wird, seine Körperreaktionen jedoch nicht natürlich abgebaut werden können (durch Flucht).
Symptome Burnout Syndrom
Die Symptome für Stress und das Burnout Syndrom sind vielseitig. Erschöpfung, Leistungsverlust, Verspannungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder ein geschwächtes Immunsystem sind nur einige der Symptome. Wie die Bezeichnung Burnout Syndrom es beschreibt, fühlt man sich schier ausgebrannt. Verspannungen sind zum Beispiel Ursache des erhöhten Muskeltonus bei Stressreaktionen – denn durch die Anspannung der Muskeln bereitet sich der Körper auf das Fliehen aus der lebensbedrohlichen Situation vor. Bei andauerndem Stress und einem echten Burnout Syndrom können Herz-Kreislauf-Beschwerden und Organerkrankungen auftreten. Innere Faktoren die zu Stress führen, hängen oft mit negativen Denkmustern zusammen und können zu Angststörungen oder sogar Depressionen bis hin zum Suizidversuch führen. Daher ist es wichtig effektiv gegen Stress vorzugehen.
Maßnahmen gegen Stress
Damit die stressbedingten Körperreaktionen abgebaut werden können, empfiehlt sich Sport. Das Adrenalin wird dabei in Muskelarbeit umgesetzt und dadurch abgebaut. Nach dem Sport folgt dann die Entspannung und der Blutdruck sinkt. Progressive Muskelentspannung und autogenes Training werden speziell zur Stressbewältigung eingesetzt. Außerdem sollte man sich im Alltag Oasen der Entspannung schaffen, indem man zum Beispiel ein Bad mit duftenden Ölen nimmt oder einen langen Spaziergang macht. Hängt Stress nicht nur von äußeren Faktoren (Vorweihnachtszeit, Krankheit usw.) ab, sollte der Betroffene neue, positive Denkmuster erlernen – dabei kann auch eine psychologische Beratung helfen.
Ihr Kommentar zu Stress und das Burnout Syndrom