An Diabetes erkranken immer mehr Menschen, vor allem in Deutschland. Mehr als 150 Millionen Diabetiker gibt es weltweit, nach Hochrechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird sich diese Zahl bis 2025 verdoppeln.

Betroffene sollten sich zu Diabetes beraten lassen , ©iStockphoto.com/fstop123
In Europa gibt es rund 50 Millionen Diabetiker, Deutschland hat dabei den höchsten Anteil. Hier sind ca. 12% der 20-79-jährigen an Diabetes erkrankt. Diabetes mellitus wird im Volksmund als Zuckerkrankheit bezeichnet, der Zuckerstoffwechsel ist bei den Betroffenen gestört, so dass der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist (Hyperglykämie). Damit handelt es sich um eine chronische Stoffwechselkrankheit.
Diabetes Typ-1 und Typ-2
Bei Diabetes mellitus unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Typen: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Typ-1 beginnt meist ist der Jugend, hat keine erkennbaren Ursachen und es werden bestimmte Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, welche für die Produktion von Insulin zuständig sind. Der Zucker aus der aufgenommenen Nahrung wird mit Hilfe von Insulin in den Körperzellen gespeichert und verarbeitet. Wenn der Körper nicht genug Insulin produziert, bleibt dieser Zucker (Glucose) im Blut und somit steigt der Blutzuckerspiegel an. Bei einem gesunden Menschen liegt die Insulinproduktion 2 Gramm pro Tag.
Typ-2-Diabetes entsteht meist im Alter, obwohl die Krankheit sich immer mehr bei jungen Menschen ausbreitet. Ein entscheidender Faktor ist dabei Übergewicht und eine ungesunde Lebensweise. Denn durch mangelnde Bewegung und ein übermäßiges Körpergewicht wird die Insulinwirkung verringert. Bei Typ-2-Diabetes produzieren die Zellen der Bauchspeicheldrüse zwar genügend Insulin, jedoch reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlicher und nehmen kaum noch Insulin auf. Damit steigt der Blutzuckerspiegel. Das gefährliche an Typ-2-Diabetes ist, dass sich anfangs oft keine spezifischen Symptome zeigen und dieser Typ erst durch Spätschäden diagnostiziert wird.
Eine Sonderform von Diabetes ist die Schwangerschaftsdiabetes. Diese Form tritt etwa ab dem 7. Schwangerschaftsmonat auf und verschwindet nach der Geburt wieder.
Symptome und Maßnahmen gegen Diabetes
Typische Symptome von Diabetes, besonders für Typ-1, sind vermehrtes Wasserlassen, starker Durst, Heißhunger und Juckreiz. Die Betroffenen fühlen sich abgeschlagen und sind anfälliger für Infekte. Wer an Typ-1-Diabetes leidet nimmt rapide ab, hat teilweise Bauch- und Wadenkrämpfe und muss sich regelmäßig Insulin spritzen, um den Insulinmangel auszugleichen. Der Typ-2 kann jedoch durch eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und Gewichtsreduktion seinen erhöhten Blutzuckerspiegel in den Griff bekommen. Bei der Ernährung muss es keine Diätkost sein, sondern eher eine gesunde, ausgewogene Vollwertkost. Zu empfehlen sind pflanzliche Lebensmittel mit reichlich Ballaststoffen, wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte aus Vollkorn und Obst. 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag sind empfehlenswert und wirken sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.
Ist die Krankheit jedoch schon weiter fortgeschritten, helfen nur noch Medikamente und Insulinspritzen. Gegen Diabetes vorzugehen ist lebenswichtig, denn ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Blutgefäße schädigen und schließlich zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Durchblutungs- und Erektionsstörungen, eine veränderte Netzhaut und Störungen der Nierenfunktion können weitere Spätfolgen von Diabetes sein.
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