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„Schweinegrippe“ – wie gefährlich kann sie werden?

Die Medien informieren uns täglich über neue Tatsachen, Erkenntnisse und Gefahrenpotenziale zu der in Mexiko ausgebrochenen Grippewelle. Einerseits wird von der Gefahr einer weltweiten Epidemie – Pandemie – gesprochen, andererseits versichern Politiker, Gesundheitsexperten und Forscher der BRD, es bestehe kein Grund zur Panik.

Schweinegrippe Erreger H1N1
Die Schweinegrippe ist übertragbar vom Tier auf den Menschen und von Mensch zu Mensch.

Die Situation um die „Schweinegrippe“ ist ernst, aber es besteht kein Grund zur Panik

Der in Mexiko diagnostizierte Erreger der Schweinegrippe H1N1 ist den Wissenschaftlern als solcher bereits bekannt (bei der infektiösen Lungenkrankheit SARS musste 2003 der Erreger erst gefunden werden). Aktuell  handelt es sich aber um eine neue Variante A/H1N1. Sie enthält Erbgut von Schweineviren, Menschenviren und Vogelviren und ist übertragbar vom Tier auf den Menschen und von Mensch zu Mensch (letzteres war im Fall der Vogelgrippe nicht nachgewiesen). Diese Übertragbarkeit erhöht sehr stark das Verbreitungspotenzial und war Anlass dafür, dass die WHO Alarmstufe 4 (von insgesamt 6) im Stufenplan zur Einschränkung einer Pandemie festgelegt hat.

Unser Globus ist hinsichtlich der Überbrückung von Entfernungen geschrumpft, Reisemöglichkeiten, – notwendigkeiten und – aktivitäten gibt es ohne Ende, dadurch erhöht sich das Verbreitungsrisiko um ein Weiteres. Aber mit der Globalisierung allgemein erhöhte sich in den vergangenen Jahren auch die weltweite Zusammenarbeit von Organisationen (WHO, staatliche,  politische und soziale Organisationen), Forschern und Ärzten!

Maßnahmen zu Hygiene und Quarantäne greifen schneller und bleiben nicht territorial. Der Informationsfluss für die Forschung und daraus resultierende xpharmazeutische Reaktionen (z.B. die Entwicklung von Impfstoffen) werden beschleunigt.
Seit 2005 existiert in Deutschland ein Nationaler Pandemie-Plan, dem jedes Bundesland seinen eigenen Notfall-Plan unterstellt hat und der die notwendigen Vorsorgemaßnahmen festschreibt, z.B.: Bevorratung mit Impfstoffen (wenn vorhanden), mit antiviralen Mitteln, Antibiotika, Hygienestandards usw.

Einen Import des neuen Grippevirus nach Deutschland kann man nicht ausschließen, aber Infizierte werden erkannt und behandelt und Nichtinfizierte geschützt.

Grippe – Mittel Tamiflu® hilft auch gegen Virus A/H1N1

Prüfungen der amerikanischen Infektionsschutzbehörde CDC haben gezeigt, dass das weltweit verbreitete Medikament gegen Grippe Tamiflu® auch die Krankheitssymptome bei Erkrankung an Schweinegrippe mindert und die Genesung beschleunigt, wodurch das Komplikationsrisiko einer Lungenentzündung eingedämmt wird.
Einen Impfstoff gegen A/H1N1 kann es nach Mitteilung des Robert – Koch – Institutes erst in einigen Monaten geben, aber die Behandlung der Erkrankten ist gesichert.

Tamiflu®, Wirkstoff Oseltamivir, ist ein so genannter Neuraminidase-Hemmer, er hemmt das Eindringen der Viren in gesunde Zellen und stoppt damit die Vermehrung der Viren.

Tamiflu® wird über 5 Tage als Kapsel oder Suspension (Kinder ab 1 Jahr) eingenommen. Tamiflu®  muss innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen:

Fieber über 38,5°C,
Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen,
trockener Husten
eingenommen werden.

Wie kann ich mich gegen Grippe schützen?

Wie in allen Situationen erhöhter Infektionsgefahr durch Tröpfcheninfektion (Erkältungswellen, Grippewellen) gilt:

regelmäßiges gründliches Händewaschen, Vermeiden von Händegeben,
kein Anhusten, Anniesen empfangen oder auslösen, Distanz in öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln,
Vermeiden von größeren Menschenansammlungen wie z.B. Open-air-Veranstaltungen.
Gesundheitsämter, Flughäfen und Reiseveranstalter haben Informationsblätter für notwendige Reisen in Risikogebiete.

Kann ich Tamiflu® vorbeugend einnehmen?

Tamiflu® zur Vorbeugung einzunehmen betrifft ausschließlich Ausnahmefälle, über die der Arzt entscheidet. Die Einnahme muss unter ärtzlicher Kontrolle erfolgen, Eigendiagnosen Grippe / keine Grippe sind riskant. Zur Sicherheit für den Patienten ist Tamiflu® rezeptpflichtig.

(Die Informationen stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Präparates dar.)

2 Kommentare

Bertram
Juni 11th, 2009

WHO ruft jetzt höchste Alarmstufe für Schweinegrippe aus. Was seit Tagen bereits in der Diskussion stand und auch zu erwarten war ist nun eingetroffen. Die höchste Alarmstufe zur Schweinegrippe wurde nun erreicht und offiziell.

Damit gilt die Schweinegrippe nun offiziell als weltweite Seuche. Was man tun kann bzw. wie groß die Gefahr wirklich ist und wie man eventuell vorbeugen kann, behandelt der obige Artikel recht ausführlich.

Warnstufe wurde auf 6 angehoben, da es inzwischen in vielen Ländern, darunter auch Australien, Japan, England und Spanien zu Infektionen kam.

Auch in Deutschland sind Infektionen durch Schweinegrippe vermehrt vorgekommen. Die Produktion an Tamiflu wurde bereits seit mehreren Wochen hochgefahren.

anonym
Juni 27th, 2009

sehr geehrte damen und herren!

für mich ist es ein wahnsinn, was medien (tv, zeitungen, i-net,… ) bei den menschen für eine panik auslösen kann…

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