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Heilpflanzen: Umckaloabo

Heilpflanzen und daraus gewonnene Medikamente, wie beispielsweise Umckaloabo, gehören zum Zweig der Alternativmedizin. Diese Medikamente zeichnet eine Zusammensetzung aus natürlichen Bestandteilen aus. Die Behandlung mit Pflanzenarzneimitteln wird als Phytotherapie bezeichnet. Heilpflanzen werden von der Schulmedizin nicht vernachlässigt und bei leichten Beschwerden oder zur Unterstützung bei starken Beschwerden eingesetzt. Auch zur Vorbeugung, zum Beispiel von Erkältungen, werden pflanzliche Medikamente wie Umckaloabo verwendet. Pflanzliche Medikamente unterliegen einer gewissenhaften Überprüfung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinproukte (BfArM). Die gleichen qualitativ hohen Standards wie bei chemischen Arzneimitteln, werden hier beachtet.

Umckaloabo für optimale Abwehrkräfte
Kraft und Energie aus der Natur: Pfanzliche Arzneimittel, © webphotographeer – Istockphoto.com

Umckaloabo für gute Abwehrkräfte

Einige pflanzliche Arzneimittel können in ihrer Wirkungsvielfalt nicht von chemisch hergestellten Arzneimitteln imitiert werden oder sie haben die gleiche Wirkung wie chemische Mittel. Umckaloabo als pflanzliches Mittel unterstützt die Abwehrkräfte zum Beispiel ebenso wie das chemische Pandon Grippostad C. Pflanzliche Arzneimittel wie Umckaloabo profitieren von dem Vorteil der guten Verträglichkeit, besonders im Magen-Darm-Trakt.

Herstellung Umckaloabo

Umckaloabo ist eine der bekanntesten pflanzlichen Arzneimittel. Es wird wie andere pflanzliche Medikamente als Extrakt einer Heilpflanze gewonnen. Dabei handelt es sich um die knollige Wurzel einer Geranienart aus Südafrika. Die Wurzel entfaltet die meisten Wirkstoffe nach dreijährigem Wachstum. Der Strauch der Heilpflanze wird bis zu einem halben Meter hoch und blüht lilafarben. Der Extrakt war lange Zeit nur aus der wildwachsenden Wurzel zu gewinnen und Umckaloabo galt als Geheimtipp. Jetzt ist es jedoch möglich geworden, die Heilpflanze kontrolliert in südafrikanischen Plantagen anzubauen. Somit ist das apothekenpflichtige Arzneimittel Umckaloabo für jedermann erhältlich.

Verbreitung in Europa

Das Arzneimittel Umckaloabo wurde 1897 von dem Engländer Charles Henry Stevens entdeckt. Der Engländer litt an einer hartnäckigen Lungenerkrankung und bekam die Empfehlung zu den Zulu-Stämmen in Südafrika zu reisen, um sich vom abgekochten Wurzelsud der Kapland-Pelargonie behandeln zu lassen. Dies Zulu- Anhänger nutzten die Wirkung der Heilpflanze schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Atemwegsinfektionen. Ein Heiler behandelte Stevens mit dem Extrakt der knolligen Wurzel und nach der schnellen Genesung war Stevens von der Wirkung so begeistert, dass er die Heilpflanze nach Europa importierte und dem Arzneimittel den Namen Umckaloabo gab.

Die Bezeichnung Umckaloabo – ein Missverständnis

Die Bezeichnung Umckaloabo, oftmals falsch als Umkaloabo geschrieben, scheint aus einem Missverständniss zwischen Stevens und seinem Heiler entstanden zu sein. Bei den Zulus bedeutet „umkhuhlane“: „Krankheit, die mit Fieber und Husten einher geht“ und „uhlabo“ steht für „Brustschmerz“. Der Heiler gab also Stevens Lungenwegserkrankung diese Bezeichnung. Stevens dachte jedoch, das Extrakt der Heilpflanze würde den Namen „Umckaloabo“ tragen.

Wirkungsweise von Umckaloabo

Am Anfang wurde Umckaloabo zur Behandlung von Tuberkulose eingesetzt. Einige Zeit später geriet das pflanzliche Medikament in Vergessenheit, da die chemische Medizinbranche einen riesigen Boom erlebte. Erst in den siebziger Jahren wurde Umckaloabo und seine Wirkung für die Gesundheit neu entdeckt. Seit 2005 ist das Arzneimittel zur Behandlung akuter Bronchitis zugelassen. Umckaloabo löst den Schleim und bekämpft die Viren in den Schleimhäuten. Außerdem wird es zur Therapie von akuten oder chronischen Infektionskrankheiten im Hals-Nasen-Ohrenbereich eingesetzt. Die immunstärkende Wirkung von Umckaloabo trägt zu gestärkten Abwehrkräften bei und Erkältungen können abgeschwächt oder verhindert werden. Weitere pflanzliche Arzneimittel mit Extrakten aus Heilpflanzen, sind zum Beispiel Sinupret zur Schleimlösung, Johanniskrautdragees zur Beruhigung oder Iberogast bei Magenbeschwerden.

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